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Erich Zeisl - Wiens verlorener Sohn in der Fremde
Dieter Decker
Die Veranstaltung
Erich Zeisl (1905–1959) zeigte früh großes Talent, studierte jedoch nur kurz offiziell und erhielt privaten Unterricht. Sein kompositorisches Debüt war erfolgreich, besonders im Kunstlied verband er Spätromantik mit moderneren Elementen. In den 1930er-Jahren galt er als bedeutender junger Wiener Komponist. Nach dem „Anschluss“ 1938 musste er als Jude fliehen, zunächst nach Paris, dann in die USA. In Hollywood blieb der erhoffte Erfolg aus. Bedeutend wurde sein „Requiem Ebraico“, geprägt von der Ermordung seiner Familie im Holocaust. Im Exil entwickelte er eine Synthese aus europäischer und jüdischer Musiksprache. Der Abend basiert auf einer Ausstellung zu Erich Zeisl und steht im Kontext der Internationalen Befreiungsfeier am 10. Mai in Mauthausen.
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